Impressionen: 


Abfüllungen der Destille "Deanston"

Am 10. Mai 2019


Eine Destille in den Midlands an der Grenze zu den Lowlands. Untergebracht in einer ehemaligen Wollspinnerei. Von außen gesehen, keine schöne Bilderbuchdestille mit Pagodentürmen usw. 

Diese Destille hat es aber in sich. Im Inneren zeigt sich noch ein solider handwerklicher Betrieb. Und so präsentieren sich auch die Abfüllungen der Deanston-Destille

Es ist die klassische einfache Art der Whiskyherstellung, die einem das Gefühl gibt, das jede einzelne Flasche noch vom Master-Destiller persönlich gestreichelt wurde.

Dieses Gefühl war es auch, dass meinem Whiskyabend zu einem angenehmen Treffen von Whiskyfreunden machte.

Bei allen Abfüllungen, ob es der Vergin Oak, der 12- oder der 20-jährige waren, konnte man deutlich am Geschmack feststellen, dass alle aus dem gleichen Stall kommen.

Da alle Teilnehmer aus dem Angebot irgendwo ihren Liebling fanden, gab es keine klaren Favoriten.

Es zeigte, dass die wenig bekannte Destille "Deanston" seine Hausaufgaben richtig gemacht hat und das ihre Erzeugnisse in Preis und Leistung ein kleiner Geheimtipp sind.

 




Schottlands Klassiker

Am 1. März 2019


Nach langer Zeit habe ich mal wieder einen Whiskyabend außerhalb meiner eigenen Räumlichkeiten angeboten. Ich wollte wissen, wie aufwändig mittlerweile meine Ansprüche an einem Whiskyabend in einer anderen Lokation sind. 

Anfänglich waren die Teilnehmer der gemütlichen Runde etwas irritiert. Zum einen waren neue Teilnehmer dabei, für die viel Neuland dabei war. Zum anderen waren auch "Alte Hasen" anwesend, die die meisten Abfüllungen schon mal probiert hatten. Aber durch die größere Auswahl an Klassikern kamen alle auf ihre Kosten. Seien es die aufgetischten Whiskys, das Ambiente oder der kulinarische Imbiss, den uns die Wirtin des Cafe Alsterwiesen angerichtet hatte. Für mich war der Lammeintopf sehr köstlich und passend zu den Getränken.

Aus  der gesamten Angebotspalette an Abfüllungen konnte sich aber kein klarer Favorit herauskristallisieren. 

Ein Highland des Abends war dann noch der Abverkauf der angebrochenen Flaschen. Hierbei haben alle Teilnehmer viel Spaß gehabt und regen Gebrauch davon gemacht.

Das wird eine Anregung für meine künftigen Whiskyabende sein. 


Abschließend kann ich sagen, dass der Versuch eine Veranstaltung in einer Lokalität zu arrangieren, ist doch aufwendiger als ich dachte  und immer an ein Zeitfenster gebunden. So etwas wirkt sich immer auf die Atmosphäre aus.

Zukünftig  finden meine Abende wieder im Alster- Warehouse statt. 




Whiskyabend am 30.11. mit Glenturret


Die Abfüllungen aus der Destille Glenturret hatten schon ihre Besonderheit. Angefangen mit dem Triple Wood, dem Sherry und dem 10-jährigen standen Whisky's aus der Brennerei auf dem Tisch. Allerdings ohne Altersangabe (No Age). Alle Drei brachten den typischen süßen, floralen Charakter von Glenturret mit. Lediglich der 10-jährige führte eine Hauch von Rauch mit sich.

Bei den Unabhängigen Abfüllern, Gorden & MacPail (13 Jahre) und bei The Creativ Whisky Co (9 und 21 Jahre) sah die Sache etwas anders aus.

Auch hier ein sehr süßes Erlebnis auf der Zunge und im Mundraum aber die Beinoten von Thymian, Anis und Torfrauch verwunderte doch viele Teilnehmer des Abends.


Begeisterung herrschte dann doch noch. Aber nicht bei den Abfüllungen sonder bei einer Highland-Moorhuhn-Suppe, die als  kleine Zwischenmahlzeit serviert wurde.


Zusammen gefasst war es mal wieder eine Erweiterung des Whiskyhorizontes und ein sehr schönes Gemeinschaftserlebnis.


 

 




Hochpreis - Stammtisch am 13. Juli



Auf der Liste standen fast alle meine Flaschen ab 80:00 €


Mit dabei waren Abfüllungen von Glenmorangie, Signatori, Douglas Laing, William Maxwell, Dalmore, Glenfarclas, Redbreast, Talisker, The Glenlivet, Mackallan, Arran, Ardbeg, Bruichladdich......


Wie erwartet lag die Genußlinie bei den Whisky's aus der Speyside-Region. weniger die torfigen und rauchigen Abfüllungen der Inseln.  

Ein neuer Whisky in meinem Repertoire war der " Norderstedter Whisky". Eine stark limitierte Abfüllung von 107 Flaschen durch einen Weinhändler aus Langenhorn. Dieser wurde aber sehr zurückhaltend probiert.

 

Vor der Sommerpause war das der letzte Whiskyabend.


 


Shackleton-Abend


1914 unternahm ein Forscherteam um Sir Ernest Shackleton an Bord der "Endurance" eine Expedition entlang der gesamten Küste der Antarktis. Das Schiff steckte im Eis fest und ging schließlich unter. Die Crew musste sich auf eine mehr als 1200 km lange Reise in einem Rettungsboot begeben um zur nächsten menschlichen Siedlung zu gelangen. Auf den südlichen Sandwichinseln angekommen mussten sie erst noch eine 35 km lange Bergkette überqueren bevor sie Hilfe  rufen konnten.                                                                                                                        Foto: Autor

 

Der Mackinlay ́s Shackleton Blended Malt ist nach den Sonderausgaben “The Journey Edition” und "The Discovery" nun die dritte Ausgabe, die von Richard Paterson ("The Nose") höchstpersönlich kreiert wurde und zwar für die spektakuläre Shackelton Expedition und den Fund eines verschollenen Whiskys. Es handelt sich um eine exakte Nachbildung der für über 100 Jahre im Eis der Antarktis verschollenen Whisky-Flaschen und damit um ein wahrhaftig einzigartiges Geschmackserlebnis! 

 

100 Jahre im Eis der Antarktis verschollen geglaubt und nun von Richard Paterson rekonstruiert! Dieser Blended Malt nahm uns mit auf eine Zeitreise.








"Whisky und Schokolade..."



Das Unerwartete war es, das diesen Abend zum Erfolg verhalf. 

Alle wussten, dass Schokolade, speziell dunkle, gut zum Whisky passt. Aber das es zu solchen Geschmacksexplosionen kam, überraschte meine Gäste doch.  

Die ausgesuchten, aufeinander abgestimmten Whiskys und Schokoladen oder Spezialitäten machten diesen Abend zu einem Erfolg.

                                                                                                                                                 Foto: Autor



Kanadischer Whisky-Abend

Kanada gilt als drittgrößte Erzeugernation von Whisky's! Da kommt man nicht einfach dran vorbei.... Zumal die kanadischen Whisky's etwas ganz besonderes darstellen. 

 

                                                                                                                                                      Foto : Autor


Auf der Hanse Spirit haben mich die Kanadischen Whiskys überzeugt. Ein Grund sie auch im Alster Warehous zu präsentieren.



 

 

Ein tolles Nachschlagewerk

 

Der Online-Versandt whic.de hat ein sehr schönes Nachschlagewerk über Scotch Whisky kreiert  und als eBook zum Download für Interessierte bereitgestellt.

 

 

 


Es gibt Tage....


 

die sind einfach keine Whiskytage! 

Warum das so ist, kann ich mit Gewissheit auch nicht sagen. Jeder von uns hat sie sicherlich schon erlebt. 

Du ziehst dich etwas zurück, sucht dir ein schönes Glas aus und schenkst da  den Drum deiner Wahl ein. Als Erstes nimmst du das Aroma in deine Nase und denkst, das ist doch nicht die Abfüllung die du kennst.... Um sicher zu gehen nimmst du einen kleinen Schluck. Aber auch der überzeugt dich nicht. Das ist nicht der Geschmack den du erwartest hast....

Und nun? 

Du verstehst die Situation nicht.... Der Referenzwert von deinem Whisky ist ein etwas anderer... Schade, sagst du dir und trinkst den Rest und hoffst immer noch, dass sich mehr tut... Ist aber nicht !!!

Nur die Erkenntnis, dass es so ist wie es ist...Tagesform!! 


 

Um dem vorzubeugen, denn der Whisky ist nicht über Nacht schlecht geworden, sollte man, bevor man ein Glas einschenkt, eine Nase aus der Flasche nehmen...


 

 

Gerd                                                                                          2. 02.2015

 

 

Wie genieße ich meinen Whisky ?
 

Den Genuss eines schönen Single Malts sollte man schon rechtzeitig vorbereiten. 

Ein paar Kriterien möchte ich jedem Genießer mit an die Hand geben!


 

1.     Die Zeit:     

Einen schönen Single Malt trinkt man nicht einfach so nebenbei oder zwischendurch sondern nimmt sich für mindestens eine halbe Stunde Zeit und genießt ihn allein oder unter Gleichgesinnten.

2.     Der Ort:

Wenn es einen Ort gibt, der auch das Auge zufriedenstellt, Gemüt-lichkeit ausstrahlt und kaum Störungen zulässt ist die Voraussetzung erfüllt.

3.     Das Glas:

Es sollte schon ein typisches Whiskyglas sein. Ob ein Nosingglas, ein Tumbler, ein Glencairnglas oder ein Snieferglas ist eigentlich egal. Entscheidend ist, dass eine Harmonie zwischen dem Glas über den Whisky zum Genießer entsteht.

4.     Der Whisky:

Bei der Wahl des Destillats spielt es keine Rolle aus welchem Erz-eugerland der Whisky oder Whiskey kommt. Auch das Alter ist nicht entscheidend. Für so einen Drum sollte der Whisky  bekannt sein. Damit die Vorfreude nicht enttäuscht wird. Experimentieren sollte man zu solch  einem Anlass nicht. Es könnte beiden nicht ge recht werden.

5.     Der Respekt:

Man muss es wollen. Nur um zu trinken ist der falsche Weg! Denn nicht jeder Tag ist ein Whiskytag…


 

Slainthe mhath


 

 

Die Kraft der zwei Flaschen!

 

 

Ich und weitere Whiskyliebhaber sind der Meinung, dass der Inhalt einer Flasche mit abnehmendem Pegel immer besser in Aroma und Geschmack wird.
Diese Aussage bestätigte sich mal wieder, nach dem zweiten EdradouR – Abend.  Bei der ersten Verkostung war der EdradouR in seinen Flaschen noch fast jungfräulich und somit etwas schwer zugänglich. Er brauchte einen sehr langen Zeitraum um im Glas sein Aroma und seinen Geschmack zu entfalten. Alle Teilnehmer des Abends waren von der aufgetischten Range nicht so begeistert wie ich es gewohnt war.
Ganz anders, eine Woche später. Die Flaschen waren zu zwei Fünftel angetrunken und der Inhalt hatte Zeit sich zu entwickeln. Die Whiskys kamen viel aussagekräftiger, als bei der ersten Begegnung in Nase und Mund der Genießer. 


Was soll uns das Ganze sagen?
1. Leere Whiskyflaschen nicht in die Entsorgung geben sondern aufbewahren.
2. Volle Flaschen gleich nach dem Kauf, am Besten in eine vom selben Hersteller, leere  Flasche zur  Hälfte abfüllen und sich entwickeln lassen.


Der Genuss ist diese etwas aufwändige Art allemal wert!
 

 

 

  

Gläser

 

Am Anfang war der Tumbler.

Mit seiner klassischen Form, zylindrisch, nach obenhin etwas mehr geöffnet, hatte er jahrzehntelang seine Gültigkeit. Es war schnell möglich, das Glas auch alkoholisiert mit der Flasche, mit Eis oder mit einer Mischflüssigkeit zu befüllen.

Ein Aroma konnte sich zwar entwickeln, verflog aber leicht durch die sich nach oben erweiternde Glasöffnung. Die Nase hatte kaum eine Chance, das herrliche Aroma zu genießen. Aber im Vordergrund standen damals der Geschmack und der Alkoholgenuss.

 

Im Verlauf der Geschichte waren Whiskyliebhaber immer mal wieder gezwungen auf andere Gläsertypen als den Tumbler auszuweichen. So manches Mal waren es kleine Wein-, Grappa- oder Sherrygläser. Immer öffter  wurde dabei festgestellt, dass die Aromenentwicklung in diesen Gläsern um ein Vielfaches größer war als die herkömmlichen Tumbler der Nase zukommen ließen.

Da es diese Gläser aber für die entsprechenden Getränke  schon gab und mit dem traditionsgemäßen Whisky - Tumbler der besondere Genuss kaum möglich war, musste ein neues spezielles Whiskyglas her. Das Nosingglas wurde geboren.

Mit diesem Glas wurde eine neue Phase des Whiskygenusses eingeläutet. Whisky wurde nicht mehr „nur getrunken“, sondern ähnlich wie ein Cognac vielfältig genossen. Das aufeinanderfolgende  Genießen von Aroma,  Geschmack und Nachklang (Whiskytasting) erfreute sich zunehmend  größerer Beliebtheit und ist noch weiter auf dem Vormarsch.

Whiskytasting setzt sich heute beim Einsatz eines Nosingglases aus 40% Nose (Aroma), 40 % Taste (Geschmack) und 20% Finnish (Nachklang) zusammen.

 

Da die Entwicklung auch bei der Herstellung von Trinkgläsern nicht stehengeblieben ist, kam es zur Hochzeit mit dem klassischen Tumbler und dem Nosingglas. Es entstand, ich nenne es mal Nosing Tumbler. Hilfestellung bei dieser Kreation leistete der gute alte Cognacschwenker. Der würde auch den gleichen Genuss bieten, aber es gab ihn schon und er ist cognactypisch. Zum Whisky gehört nun mal der Tumbler.

Es wird sicherlich noch einige Zeit vergehen bis der neue Glastyp  die Akzeptanz  wie einst das Nosingglas erhält.

Trinken wir das Beste daraus!

 

Slainthe mhath

 

Whiskygläser Typen

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                                                                          Fotos:  Autor

 

 


 

Zitate:

 

"Das Fass ist eine wichtigere Erfindung als das Rad, denn in einem Rad kann man keinen Whisky reifen."


                                                                                                         Jim McEwan, Brennmeister Bruichladdich


 

Wenn Dein Glas Dir die Vielzahl an Aromen vom Whisky in die Nase treibt und Du es nicht mehr aushalten kannst, dann trink ihn einfach!                                                                                                                                                                                                                                                   Uwe Pommerening


"Im Glas ist der Whisky besser als in der Flasche"!

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                              Rolf Pelzer


"Man muss dem Leben immer um mindestens einen Whisky voraus  sein".

                                                                                                                                                                                                                Humphrey Bogard  


"Ein Glas ist fabelhaft, zwei sind zu viel, drei sind zu wenig".

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                       Schottisches Sprichwort 


"Jemand, der Whisky liebt, kann kein schlechter Mensch sein".

                                                                                                                                                                                                                                                             W.C. Fields (1880-1946) 

 

"Neunzig Prozent der Menschen auf diesem Planeten, vor allem im Westen, verdanken ihre Existenz einer Flasche Whisky in einer Samstagnacht. Meist bestand nicht die Absicht, Kinder zu haben. Neunzig Prozent von uns sind Missgeschicke - ich kenne niemanden, der ein Kind geplant hat. Wir alle waren Samstagnacht - Sonderausgaben."

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                               John Lennon


"Es ist ein langer Weg zum Whisky-Experten - und es eine schöne Zeit dahin"

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                       Quelle unbekannt 


"Whisky ist schlecht für den Menschen, besonders schlechter Whisky"

                                                                                                                                                                                                                                              schottische Redensart 


"Mein Gott, ich mag den Geschmack von Scotch so sehr, dass ich mach mal denke, ich sollte Igor Strawhisky heißen."

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                            Igor Stravinsky

 

"Ich habe einen einfachen Geschmack. Ich bin immer mit dem Besten zufrieden..                                                                                                                                                                                                                                                                                                                               Oscar Wilde


"Ich hätte nie von Scotch auf Martini umsteigen sollen"


                                                         Humphrey Bogart. Angeblich seine letzten Worte. 


"The water was not fit to drink. To make it palatable, we had to add whisky. By diligenteffort, I learned to like it."

"Wasser ist nicht zum Trinken geeignet, wir müssen Whisky hinzufügen. Durch gewissenhafte Anstrengung habe ich gelernt, es zu mögen"

                                                                                                                                                                                                              Sir Winston Churchil


"Der Single Malt in einer Flasche wird mit jedem entnommenen (und genossenen) Dram immer besser!"

                                                                                                                                                                                                                                                    Gerhard Pelzer / Peter Willhöft


"Friendship is like whisky, the older the better"

"Freundschaft ist wie Whisky, je älter um so besser"

                                                                                                                                                                                                                  Quelle unbekannt 


"Whisky löst keine Probleme! Das tut Milch aber auch nicht."

                                                                                                                                                                                                                     Quelle unbekannt 


Rita Hayworth verstand es, vielen Männern den Kopf zu verdrehen. Aber nach fünf Ehen verfiel sie dem Alkohol. Über Jahre wurde der Whiskey zu ihrem ständigen Begleiter.

 

"Ich Habe in meiner Wohnung alle Spiegel abhängen lassen. Dann fand ich im Whiskey die Antwort auf meine Probleme. Mit ihm als meinem Begleiter höre ich noch immer den Applaus, sehe die Blitzlichter der Fotografen und denke an die Männer, die mich umarmt ha                                                                                                                                                                                                                                                                                                 Rita Hayworth


"Der Geschmack vom Laphroaig kann nur von einem Laphroaig übertroffen werden"

                                                                                                                                     

                                                                                                                                                                                                                                             einhellige Meinung in der Whiskywelt

 

 

 

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